Interview mit Rosita Hoppe

Heute ist eine Autorin zu Gast, die gleich zweifache Kollegin ist (meine Verlagskollegin bei bookshouse und ebenfalls Mitglied bei DELIA): Rosita Hoppe. Herzlich willkommen, Rosita und viel Spaß!

 

Ich danke dir, liebe Lia, dass ich bei deiner Interviewreihe mit dabei sein darf. 😊

 

Lia:  Sehr gerne. Dein neuster Roman „Glück am Meer“ spielt auf Amrum und tatsächlich wirst du den Roman auch auf Amrum vorstellen bei einer Lesung im Juli. Wie kam es dazu und wie bereitest du Lesungen vor?

 

Rosita:  Schon bei meinem ersten Amrumroman „Küsse am Meer“, hatte ich den Wunsch, mein Buch auf Amrum vorstellen zu können. Mit der unabhängigen Fortsetzung „Glück am Meer“ hat es nun endlich geklappt. Ich habe der örtlichen Buchhandlung eine Lesung angeboten – einmal bei meiner Buchvorstellung zum Veröffentlichungstermin. Kurz darauf telefonierte ich mit dem zuständigen Herrn auf Amrum, der mir leider sagen musste, dass im laufenden Jahr keine Kapazitäten mehr frei wären. Daraufhin versuchte ich es Anfang des neuen Jahres noch einmal. Und jetzt hat es geklappt. Eine gute Woche vor dem Lesungstermin probe ich täglich den Text, den ich lesen will und dazu, was ich über die Entstehung des Romans erzählen will. Da ich schon ein paar Lesungen mit Glück am Meer hinter mir habe, stehen die meisten Textstellen schon fest. Es variiert ein bisschen, je nach dem, wie lang die Lesung werden darf.

 

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Interview mit Caroline Messingfeld

Heute ist eine Autorin zu Gast, die gleich zweifache Kollegin ist (meine Verlagskollegin bei bookshouse und Forever): Caroline Messingfeld. Herzlich willkommen und viel Spaß!

 

Lia: Hallo Caroline, es freut mich, dass du mir ein paar Fragen beantworten möchtest!

 

Caroline: Hallo, liebe Lia. Ich freue mich riesig über deine Einladung.

 

Lia: Möchtest du dich vielleicht kurz vorstellen?

 

Caroline: Aber gern! Ich heiße Caroline Messingfeld und lebe in einem gemütlichen Landhaus in der Nähe von Bad Nauheim. Hauptberuflich arbeite ich im Öffentlichen Dienst – und nebenberuflich bin ich Autorin bei Forever by Ullstein und bookshouse. Genauso wie du. Also bin ich in guter Gesellschaft. ;-)

 

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Interview mit Alva Furisto

Heute gibt es seit langem mal wieder ein Interview hier auf meiner Homepage und … Moment … ich warte auf die richtige Uhrzeit, um damit zu starten. Jetzt. 6:42 Uhr. Herzlich willkommen, Alva Furisto! Alva ist Autorin und Verlagskollegin, die Bücher, die ihr links seht, sind ebenfalls im bookshouse Verlag erschienen wie meine Nacht-der-Elemente-Reihe. Ich freue mich, dass du Lust hast mir ein paar Fragen zu beantworten, liebe Alva! Und jetzt darfst du.

 

Lia: 6:42 Uhr ist ja eine besondere Zeit bei dir, deine erste Roman-Dilogie trägt diesen Namen, Teil eins ist der Psi-Effekt, Teil zwei der Overview-Effekt. Um 6:42 Uhr, was passiert da eigentlich?

 

Alva: Liebe Lia, danke, dass ich hier sein kann. Was es mit der Uhrzeit 6:42 Uhr auf sich hat? Mir erging es beim Schreiben so, wie meiner Protagonistin Anna im Buch: Immer, wenn sie auf die Uhr sah, zeigte diese 6:42 Uhr. Ich sehe fast nie auf die Uhr und da war es wie ein Fluch, ausgerechnet diese Zahlen immer wieder zu sehen. Dann kam Anna auf die Idee, einmal nachzusehen was es mit dieser Zahl auf sich hat, aber das verrate ich jetzt nicht, sonst greife ich dem Roman vor.

 

Lia: 6:42 Uhr ist dein erstes erschienenes Buch, war es auch das erste, was du geschrieben hast? Wie kam es zum Verlag?

 

Alva: 6:42 Uhr ist nicht mein erstes Buch. Wie das Leben spielt: Es gab ein paar Wirrungen. Im Roman 6:42 Uhr ist Anna Autorin und hat eine Buchreihe geschrieben, die in Science Fantasy einzuordnen ist. Nun, diese Bücher gibt es wirklich, aber sie wurden bisher nicht veröffentlicht, weil ich das nie wollte, doch sie waren meine ersten Werke.

Nach dem Science Fantasy schrieb ich 6:42 Uhr und suchte einen Verlag. Das war meine erste Suche und ich war sehr aufgeregt, zumal ich zwei Zusagen nicht annahm, weil ich sie nicht für optimal hielt. Ich war nervlich ziemlich angespannt, als ich schließlich die Zusage von Bookshouse erhielt.

 

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Rückblick: Mein Jahr 2017 in Büchern

2017 war ein gutes Jahr bei mir, auf jeden Fall was Bücher angeht. Für mich waren es ziemlich viele und es waren viele verschiedene dabei, wovon mir einige richtig, richtig gut gefallen haben. Mal gucken: insgesamt waren es 30 Bücher, die ich letztes Jahr beendet habe, vier weitere habe ich angefangen, ein weiteres angefangen und abgebrochen. Ein paar der Bücher waren von Autoren, die ich schon kannte und sowieso mochte und auch ein paar für mich neue Autoren. Genremäßig waren es vor allem Liebesromane teils mit viel Humor, Fantasyromane, eine Komödie, eine Handvoll Familienromane, ein Thriller und zwei Krimis, davon einer mit Liebe und ein angefangener sehr skurriler. Es waren viele Hörbücher dabei, die ich am allerbesten auf der Autobahn hören kann, wenn ich ins Büro fahre. Zuhause lese ich eigentlich nur Taschenbücher, wobei dieses Mal auch zwei oder drei eBooks dabei waren. Und im Urlaub habe ich dieses Jahr auch zwei Bücher geschafft.

 

Bei dreißig Büchern lohnt sich ja fast schon eine Top 10, daran versuche ich mich jetzt mal, wobei ich die Bücher jetzt in willkürlicher Folge aufliste, weil ich dann doch nicht entscheiden kann, welche ich am allerliebsten mochte und welche mich nicht ganz so umgehauen haben, aber auf ihre Weise schön waren:

 

1. Die Grammatik der Rennpferde (Hörbuch) von Angelika Jodl. Ein ungewöhnlicher Liebesroman, fand ich. Hauptfiguren sind Sally, die Deutschkurse für Ausländer gibt und Sergej, ihr erster „Privatschüler“, der eigentlich zwar deutsch lernen möchte, aber hauptsächlich Hilfe dabei braucht, ein Rennpferd zu kaufen. Ich kann mich einfach nicht mehr erinnern, wie ich auf dieses Buch gekommen bin. Aber es war richtig toll. Von der Sprache und der Idee war ich total begeistert und die Liebesgeschichte war richtig süß, wenn auch eher von der leisen Sorte.

 

2. Liah – Das Band der Magie von Liane Mars (Band 2 einer Trilogie). Ein witziger und spannender Fantasyroman mit einer frechen, ungewöhnlichen Hauptfigur (Liah).

 

3. Glück ist, wenn man trotzdem liebt (Hörbuch) von Petra Hülsmann. Die Romane von Petra Hülsmann habe ich tatsächlich erst letztes Jahr entdeckt, obwohl einer von ihnen schon länger in meinem Regal stand. Aber ich habe dann gleich mal zwei Stück verschlungen und höre gerade den nächsten Roman. Die Geschichten sind klasse, die Figuren sympathisch und sie geraten in herrlich skurrile Situationen, meist einfach dadurch, dass sie merkwürdig auf etwas reagieren (zum Beispiel eine Suppe im Restaurant zu verlangen, wo es nun mal keine Suppe gibt und sich dann mit dem Koch dort anzulegen …).

 

4. Für immer und Emil von Nikola Hotel. Mein zweiter Roman von Nikola Hotel und auch diesen fand ich wieder richtig klasse. Ich habe ihn am Strand im Urlaub gelesen und musste mehrmals leise lachen und ständig kurze lustige Szenen vorlesen … Witzig und einfach nett, eine schöne Liebesgeschichte.

 

5. Der Pfau (Hörbuch) von Isabel Bogdan. Nachdem ich auf einer Lesung von Isabel Bogdan war zu diesem Buch, wusste ich sofort, dass das eine Geschichte für mich ist. Sie spielt in Schottland, es gibt haufenweise typische und lustige Situationen, die man nun einmal hat, wenn eine Gruppe von Bankern zum Teambuilding in ein Herrenhaus in den schottischen Highlands fährt, wo es zum Beispiel keinen Internetempfang gibt, dafür aber einen wildgewordenen Pfau, der überaus empfindlich auf die Farbe blau reagiert … einfach lustig und sehr unterhaltsam.

 

6. Zeugenkussprogramm (Hörbuch) von Eva Völler. Ein Krimi, Jugendbuch und Liebesgeschichte in einem. Hat mir richtig gut gefallen und es war mein erstes Buch von Eva Völler, die aber schon länger auf meiner Wunschliste steht.

 

7. Das Jahr das zwei Sekunden brauchte (Hörbuch) von Rachel Joyce. Wie ich auf das Buch kam, weiß ich auch nicht mehr, das Hörbuch habe ich mir jedenfalls vor einiger Zeit gekauft und war mir auch gar nicht so sicher, was sich hinter dem ungewöhnlichen Titel verbirgt. Ich weiß es immer noch nicht, es ist eine Art Familiengeschichte mit Zeitsprüngen und Geheimnissen, vieles sehr gut beobachtet und in einer wunderschönen Sprache geschrieben. Spannende Figuren und eine gute Geschichte.

 

8. Die Lüge von Amergin Manor von Antonia Günder-Freytag. Ein Thriller, ebenfalls gelesen am Strand im Sommerurlaub. Nach „Vatikan – Hüter der Reliquie“ mein zweiter Thriller von Antonia und ich fand ihn genauso gut wie den ersten. Viele Geheimnisse, ein Herrenhaus in Irland, Bedrohungen von allen Seiten und lauernde Abgründe. Ich war total fasziniert, wie nach und nach kleine Hinweise auftauchten und man aber trotzdem bis zum Ende nicht wusste, was jetzt eigentlich genau passiert ist, wer was war und so weiter. Richtig gut!

 

9. Landliebe von Jana Lukascheck. Mein erster Roman von Jana, die auch unter anderen Pseudonymen schreibt. Die Geschichte war klasse, sehr unterhaltsam und im Nu ausgelesen. Wer Bauer sucht Frau kennt wird dieses Buch lieben und auch andere natürlich, mir hat die Geschichte jedenfalls klasse gefallen.

 

10. Musik der Stille von Patrick Rothfuss. Mein allererstes Buch des Autors und obwohl es so ungewöhnlich war und ich wirklich lange daran gelesen habe (mit diversen Pausen), fand ich es richtig toll. Die Sprache ist natürlich richtig klasse, aber auch die Idee und die Figur (es gibt tatsächlich nur eine einzige). Richtig schön und das obwohl das Buch ganz viel von klassischen Geschichten einfach nicht hat – wie es im Nachwort steht.

 

 

Selbst geschrieben habe ich auch natürlich auch noch. Im NaNo, also im letzten November einen Fantasyjugendroman über ein 17-Jähriges Mädchen namens Juna, die auf einmal eine sehr merkwürdige Aufgabe bekommt von einer Frau, die die Zeit anhalten kann und ganz besondere Augen hat und natürlich Tiam, Junas heimlichen Schwarm. Dann habe ich an meinem England-Herrenhaus-Liebesroman weitergearbeitet, an meinem Geisterliebesroman und Doppelt verlobt hält besser geschrieben, der Anfang diesen Jahres bei Forever by Ullstein erschienen ist. Ein neues Genre (zumindest veröffentlichungstechnisch für mich) und ein neuer Verlag also, was mich beides total freut.

 

Und jetzt freue ich mich auf ein tolles Jahr mit vielen schönen Büchern, die ich lesen kann und hoffentlich auch vielen Geschichten, die ich neu schreiben oder weiterschreiben werde. Ich bin gespannt!

 

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir ja mal eure Lesehighlights aus 2017 in die Kommentare schreiben. Ich würde mich freuen!

 

Eure Lia

Lesetipp: Die Sturmfalken von Olbian von Leann Porter

"Die Sturmfalken von Olbian" ist nicht das erste Buch, was ich von der Autorin lese und dieses hat mir wieder richtig gut gefallen. Es ist mit seinen ca. 570 Seiten dicker als die meisten Bücher, die ich habe, aber gelangweilt habe ich mich beim Lesen keine Sekunde. Die Hauptfiguren sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und jeder ist für sich so gut beschrieben, dass man glaubt, sie persönlich zu kennen.

 

Jawed und Kaylin sind beides junge Halb-Sidhen und da sie auf Kronnor leben, macht ihnen das ihr Leben nun wirklich nicht leicht. Hier leben viele Menschen, die die Sidhe und ihre Gaben fürchten und deshalb versklavt haben. Ihr Highlight ist stets das Kampftraining bei dem Sidhe Grinser, der sich bereit erklärt hat die beiden zu unterrichten. Kalyin und Jawed sind die Hauptfiguren der Geschichte und es wird abwechselnd aus ihren beiden Perspektiven erzählt. Beide haben schon zu Anfang des Buches einen Traum. Jawed, der einst einem Sturmfalken das Leben gerettet hat, kann nur noch an ihn denken und an den Mann, in den sich der Falke kurz verwandelt hat. Kaylin hingegen träumt davon nach Sanka zu gehen, in die goldene Stadt, in der Sidhe und Menschen friedlich und gleichberechtigt miteinander leben. Bald stehen die Sankanischen Spiele an und zu diesem Ereignis schenkt Kronnor zwanzig Sidhe an die goldene Stadt. Kaylin ist sich von Anfang an sicher, dass sie ausgewählt werden würde, ist sie doch aufmüpfig und sicherlich so manchem ein Dorn im Auge. Doch es trifft ihren Bruder, der geistig ein Kind geblieben ist und Kaylin beschließt alle zu täuschen und an seiner Stelle nach Sanka zu reisen. Sie will Jawed überzeugen mitzukommen und als er tatsächlich auf dem Schiff nach Sanka ist, ist alles ganz anders gelaufen, als er es sich gedacht hat. Zwangsverbunden mit einem Fremden, zu dem er sich aber trotz allem sofort hingezogen fühlt. In Sanka müssen beide ihren Weg finden, neue Freunde und auch Feinde begegnen ihnen und zu allem Überfluss überschattet eine Reihe brutaler Morde die nahenden Sankanischen Spiele und auf einmal befinden sich Jawed und Kaylin mittendrin.

 

Mir gefällt Leann Porters Schreibstil, die Geschichte ist locker und mitreißend geschrieben, detailreich und trotzdem nicht überladen. Man kann sich alles richtig gut vorstellen und die Stadt Sanka muss wirklich wunderschön sein - gerne würde ich einmal hinreisen. ;-) Es fehlt an keiner Stelle an Spannung und die Figuren sind so liebevoll ausgearbeitet, dass sie schon bald im Kopf des Lesers zum Leben erwachen und man einfach mitfiebern muss. Kaylin war mir mit ihrer wilden und leidenschaftlichen Art die absolute Lieblingsfigur. Ich mochte aber auch sehr gerne Thore und natürlich Jawed und Caron. Aber auch die anderen Figuren sind toll beschrieben und jeder hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte sozusagen. Die Liebesgeschichten von Jawed und Kaylin sind allein schon spannend und ihre Ankunft in der für sie neuen Welt, aber die Mordfälle bringen natürlich noch eine ganz andere Spannung mit. Es wird jedenfalls noch einmal richtig gefährlich. Mehr verrate ich natürlich nicht, denn es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen.