Von Lesungen und Leserunden

Bei mir ist es wie bei vielen anderen Autoren und Autorinnen auch: Nach dem Buch ist vor dem Buch. Aber wenn ein neues Buch erscheint, möchte man es natürlich so vielen Lesern und Leserinnen wie möglich vorstellen. Dazu gehört für mich auch immer eine Leserunde auf Lovelybooks (andere Portale habe ich noch nicht ausprobiert, freue mich aber natürlich über eure Erfahrungen, wenn ihr mögt). "Ein Tässchen Liebe" ist der erste Roman von mir, der beim Maximum Verlag (Link zum Verlag) erschienen ist, also wusste ich noch nicht, was mich erwartet. Nachdem ich schon mit drei weiteren Verlagen zusammengearbeitet habe, wusste ich jedenfalls, dass es große Unterschiede geben kann. Dann kam der Papiermangel und von überall hat man gehört, dass alles so ewig dauern würde und ich hatte schon dezente Panik. Aber alles völlig unbegründet, das Lektorat kam sogar noch etwas früher als gedacht, ich war pünktlich damit durch und die Taschenbücher standen schon im April auf meiner Türschwelle, obwohl das Tässchen erst Anfang Juni erschienen ist! Da war es natürlich auch kein Problem, superrechtzeitig eine Leserunde auszurufen und direkt vor dem offiziellen Erscheinungsdatum konnte ich die gewonnenen Bücher an die Teilnehmerinnen verschicken und kurz darauf konnte schon losgelesen werden. Das war natürlich klasse. Insgesamt zwanzig Bücher habe ich verlosen können, zehn ebooks, zehn Taschenbücher (und dabei erfahren, was genau der Versand von Büchern nach Österreich kostet ...) und so haben zwanzig Leserinnen recht schnell mit dem Lesen beginnen können und ich habe schon viele Leseeindrücke von ihnen zu Gesicht bekommen und sogar schon diverse Rezensionen.

 

Was noch zu einem neu erschienenen Buch gehört sind natürlich Lesungen. Bisher habe ich aus den meisten meiner Bücher in einer eher ungewöhnlichen Location gelesen: einem Brautgeschäft, dem Brauthaus Tausendschön in Dorsten-Wulfen. Das ist einfach immer schön. Meine Lesung zum "Tässchen" findet dort übrigens am 12. August statt (Freitag, 16:00 Uhr). 

Dieses Jahr habe ich auch zum erstmal im schönen englischen Café Cosy Corner in Königswinter gelesen, die absolut perfekte Kulisse für Nora und John, weil der Roman ja in einem englischen Herrenhaus spielt. Dort könnt ihr jederzeit ein paar der leckeren Dinge probieren, die Nora in meinem Roman kennenlernt (Scones zum Beispiel), bei meiner Lesung im Juni gab es hausgemachtes Shortbread. Es war eine recht kleine Veranstaltung (lag vielleicht auch am Tag), aber dafür umso gemütlicher und es war fast wie eine private Veranstaltung. 

Es muss also nicht immer ein Saal vor hundert Leuten sein. Alle Autoren und Autorinnen, die noch nicht so lange schreiben oder auch nicht für die ganz großen Verlage (und selbst dort übrigens kommt es vor), wissen sicherlich, dass es nicht immer so leicht ist, viele Zuhörer zu einer Lesung zu locken, wo kein superbekannter Autorenname drübersteht.  

 

Im Oktober lese ich übrigens zum ersten Mal in einer Buchhandlung (LesArt in Lohmar) und bin schon sehr gespannt darauf! Geht ihr gerne auf Autorenlesungen? Ich selbst gehe natürlich auch ab und zu, um Kollegen und Kolleginnen zu lauschen. Auf der Leipziger Buchmesse zum Beispiel, meistens aber in Buchhandlungen.

 

So, jetzt begebe ich mich gleich noch ins aktuelle Manuskript und dann gehe ich lesen. Allerdings nicht in meinem Buch, sondern momentan in "Eine Frage der Chemie", das auf meinem Nachttisch wartet. 

 

Eure Lia

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