Heldeninterview

Es gibt ein neues Blog-Stöckchen von meiner lieben Kollegin Tanja Rast und zwar ist es ein von ihr selbst ausgedachtest Stöckchen und kommt in zwei Teilen: zuerst eine Stellenanzeige für einen Romanhelden und dann ein Gespräch der Seelsorgeabteilung der Arbeitsvermittlungsagentur für Helden.

 

 

Und hier kommt die Stellenanzeige für meinen aktuellen Roman „Seelenspuren“:

 

Held dringend gesucht!

 

Du bist mutig und stark, unerschütterlich und nichts kann dich so leicht aus der Ruhe bringen? Du würdest dich im Kampf gegen hinterlistige Gegner durchsetzen, um die attraktive Heldin an deiner Seite zu beschützen? Wenn du feuerfest bist und einiges aushalten kannst, bist du vielleicht genau der Richtige für diesen Roman. Wenn du dich angesprochen fühlst, melde dich unter der Chiffre SEELENSPUREN


Lierd hat sich also auf die Stellenausschreibung von „Seelenspuren“ beworben und den Job bekommen. Entgegen seiner früheren Frauenheldenposition fühlt er sich ziemlich zu Ash hingezogen und dummerweise hat sie sich jetzt in den Kopf gesetzt, dass sie keine Affäre will und zu mehr wäre Lierd sicherlich nicht in der Lage. Dann kommt natürlich auch noch Ashs Vergangenheit dazu und somit jemand, der sie zurück haben will.

 

Etwas später führt nun die Seelsorgeabteilung der Arbeitsvermittlungsagentur für Helden ein Gespräch mit Lierd.

 

 

Seelsorge: Lierd, du hast den Traumjob eines jeden arbeitssuchenden Helden bekommen: Hauptfigur eines Romans zu sein, der dir auch noch eine attraktive Heldin an die Seite stellt. Wie gefällt dir bislang die Zusammenarbeit mit deiner Autorin?

 

Lierd: Ich muss gestehen, ich bin ziemlich wütend. Zuerst stellt sie mir Ash vor die Nase, damit ich meine Vorurteile anderen Spezies gegenüber überwinden kann und dann lässt sie Ash fliehen, durch halb England, ohne dass ich davon weiß. Auf der Suche gerate ich dann an diesen psychopathischen Schlangentypen, der auch was von Ash will und zu ziemlich perfiden Mitteln greift, um ausgerechnet mich dazu zu bekommen, Ash für ihn zu holen!



Seelsorge: Nun ja, aber es ist doch nett von ihr, dass sie immer dafür sorgt, dass ihr einander helfen könnt.

 

Lierd: Helfen? Normalerweise brauchen Dämonen keine Hilfe. Aber ohne einen Großteil meiner Seele und mit den Befehlen dieses Irren im Kopf, bleibt mir nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Und jetzt soll Ash mich retten? Das sollte mein Job sein! Retten ist Männersache.

 

Seelsorge: Du bist ein Held, Lierd und dazu gehört es auch, einmal schwach sein zu können, das macht doch viel attraktiver und ich bin mir sicher, dass du so Ashs Herz gewinnen kannst.

 

Lierd: Sie steht auf Schwächlinge? Das kann ich mir nicht vorstellen. Und ob es eine gute Sache ist, wenn ich Ashs Herz gewinne, weiß ich auch nicht. Das ist doch völlig widernatürlich für Dämonen. Andererseits ... ich glaube, mit ihr wäre ich glücklich.

 

Seelsorge: Dann wird das sicher was mit euch, nur Geduld.


Lierd: Geduld. Dämonen sind nicht geduldig und ich habe jetzt auch keine Zeit mehr für diese Fragen, keine Ahnung, warum ich überhaupt hergekommen bin.

 

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